Vorhersagen für die Cloud im Jahr 2019

Ein Blick voraus von Scott Crenshaw

Das Jahr 2018 ist vorbei. Daher bietet es sich an, Bilanz zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Was ist im neuen Jahr im Bereich Public und Private Cloud zu erwarten?

Inzwischen ist die Branche gereift: Laut Analysten beträgt der Markt mehrere hundert Milliarden Dollar und setzt sein schnelles Wachstum fort. Die Cloud hat sich zur Plattform für die überwiegende Mehrheit der Innovationen entwickelt.

Ich bin seit mehr als 25 Jahren auf dem Gebiet der IT-Infrastruktur tätig und habe bei größeren Veränderungen in den Bereichen Sicherheit, Open Source, Virtualisierung und Cloud mitgewirkt. Wenn ich auf 2019 schaue, erkenne ich vier große Trends.

Die echte Hybrid Cloud wird vom Hype zur Realität

Seit den Anfängen des Cloud Computing versprechen die Anbieter eine “hybride” Cloud, also die nahtlose Verschmelzung von Private und Public Cloud. 2019 wird der Hype endlich Realität. Denn wichtige Meilensteine wie die Bereitstellung von VMware auf AWS, AWS Outpost und moderne Private Clouds, die als Service angeboten werden – innerhalb und außerhalb von Rechenzentren des Kunden – ermöglichen es in Kombination mit Container-Technologien den Unternehmen endlich, Anwendungen über beide Cloud-Typen hinweg einheitlich zu entwickeln, zu betreiben und zu verwalten.

Unternehmen können davon große Vorteile erwarten. Dazu gehört die Möglichkeit, für jede einzelne Anwendung die optimale Mischung aus Leistung, Kosten, Zuverlässigkeit und Sicherheit auszuwählen. Aber sie sollten vorsichtig sein und die langfristigen, finanziellen Kosten einer Lieferantenbindung beachten.

Portabilität zwischen den Clouds wird zur obersten Priorität für CIOs

Die Migration zu Private und Public Clouds spart in der Regel 20 bis 40 Prozent an Infrastrukturkosten. Doch dies ist nur ein einmaliger Vorteil. CIOs sollten sich bewusst sein: Wenn sie ihre Anwendungen fest an einen Cloud-Anbieter binden, sind sie diesem ausgeliefert, sobald ihre aktuellen Verträge auslaufen. Das kann zu Kostensteigerungen von bis zu 30 Prozent führen. Vorausschauende CIOs erkennen, dass sie gegenüber ihren Lieferanten niedrige Migrationskosten nachweisen müssen, um in Preisverhandlungen die Oberhand zu gewinnen.

Das ist nicht schwer, erfordert aber drei wichtige Elemente:

  • Einsatz von Container-Technologie, um Anwendungen portabler zu machen,
  • Einsatz von Tools, welche die proprietäre Infrastruktur als Serviceplattform mit Cloud-neutralen IaaS-Schnittstellen abstrahieren – zum Beispiel VMware- oder OpenStack-APIs –, und
  • Etablierung von Prozessen, die es Anwendungseignern verbieten, proprietäre Cloud-APIs für den Zugriff auf Cloud-Services zu verwenden, außer in Ausnahmefällen.

CIOs profitieren dann von mehr Wahlmöglichkeiten und einer Wertsteigerung, wenn sie die Kontrolle über die Zukunft ihrer Anwendungen haben und nicht die Cloud-Anbieter.

Datenkontrolle wird zum zentralen Anliegen

Unternehmen betrachten die riesigen Datenmengen, die sie sammeln, analysieren und verarbeiten, zunehmend als wichtigen Wettbewerbsvorteil. Daher erkennen sie den strategischen Unternehmenswert der gespeicherten Daten und werden versuchen, die Kontrolle über diesen Schatz zu erhöhen. Dies führt zu Konflikten mit vielen Cloud-Anbietern. Denn diese wollen Kundendaten an sich ziehen und es dann für Kunden schwierig oder teuer machen, diese Daten zurückzuholen – sei es in die Rechenzentren des Kunden oder in eine andere Cloud.

Unternehmen werden nach neuen Wegen suchen, ihre Daten zu schützen und gleichzeitig sicherzustellen, dass sie Teilmengen für bestimmte Analyseaufgaben in verschiedene Clouds kopieren können. Und sie werden sich intensiv mit Speicherkosten, Schwachstellen und Compliance-Risiken befassen und dabei versuchen, Strafgebühren zu vermeiden.

Mit zunehmender Verbreitung von Internet der Dinge und Edge Computing wird die Datenkontrolle eine immer wichtigere Rolle spielen.

Edge Computing weiterhin mit explosivem Wachstum

Edge Computing wird seinen Aufstieg fortsetzen und sich zu einem integralen Bestandteil der Mainstream-Infrastruktur und -Anwendungen entwickeln. Dies liegt vor allem an der Transformation traditioneller Branchen wie Transport, Gesundheitswesen, Energieversorgung und Landwirtschaft. Ein wichtiger Faktor wird die kommende Verfügbarkeit von 5G Wireless Gigabit-Geschwindigkeit bei niedriger Latenz sein.

Unternehmen und Verbraucher werden weiterhin grundlegende Sicherheits- und Datenschutzbedenken ignorieren, da sie sich für Komfort statt Sicherheit entscheiden. Es wird weiterhin alles miteinander verbunden und ferngesteuert – von Bussen und Autos bis hin zu medizinischen Geräten – ohne ein umfassendes Paket an Richtlinien und Technologien zur Sicherung dieser Geräte, Infrastrukturen und Daten.

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As Executive Vice President, Private Clouds at Rackspace, Scott Crenshaw oversees the company’s global business unit focused on providing managed services for leading private clouds such as OpenStack and Microsoft. Prior to joining Rackspace, Scott was Senior Vice President, Products, at VeriSign, Inc., where he led the development of the company’s new products and services. Before Verisign, Scott served in executive positions at such companies as Red Hat, Inc., NTRU Cryptosystems, Inc., and Datawatch Corporation. At Red Hat, he was Vice President and General Manager of their Linux business unit, and Vice President and General Manger of their virtualization and cloud business unit. He was on the founding team of two startups. Scott holds a bachelor’s degree in computer science from North Carolina State University and an MBA from the Massachusetts Institute of Technology, where he was a Sloan Fellow.

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