Denkanstöße zum neuen Jahr – Ausmisten und Pläne schmieden

Denkanstöße für 2018

Das neues Jahr hat begonnen. Doch bevor man sich in neue Abenteuer stürzt, sollte man zurückzublicken und sich mit den verändernden Kundenbedürfnissen sowie technologischen Anforderungen der digitalen Transformation auseinandersetzen. Um künftig wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Unternehmen die eigenen Geschäftsmodelle sowie die Infrastruktur – cloudbasiert oder on Premise – hinterfragen, ihre Prozesse anpassen und sich an den Einsatz neuer Technologien heranwagen.

Laut einer Studie von Crisp Research ist sich der Großteil der Entscheider im Mittelstand einig, dass eine Cloud-Plattform alleine nicht alle unterschiedlichen Anwendungsszenarien bedienen kann. Demnach sehen 47,4 Prozent die Hybrid-Cloud und 30,4 Prozent die Multi-Cloud als favorisierte Modelle. Auch IDC in seiner aktuellen Studie herausgefunden, dass bei vielen Unternehmen erheblicher Modernisierungsbedarf der IT-Infrastruktur besteht.

Doch wo sollten Unternehmen beim Aufbau einer moderne IT-Infrastuktur anfangen und wie dabei vorgehen?

Zurückblicken und vorausschauend planen

Bevor Unternehmen mit den Vorbereitungen auf das neue Jahr beginnen, sollten sie auf das vergangene zurückblicken: Wie viele Ausfälle waren zu verzeichnen, wie lange dauerten sie und was lief dabei falsch? Was hat gut funktioniert? Fehler und fehleranfällige Prozesse lassen sich so entdecken, bevor sie erneut Probleme verursachen. Wichtig ist aber auch, vorausschauend zu planen und zu erwartende Spitzenzeiten vorherzusehen. Denn eine Website kann die entsprechenden Anforderungen nur erfüllen, wenn die Kapazitäten der Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud darauf vorbereitet wurden.

Rechtzeitig compliant sein

Ab Mai 2018 müssen alle Unternehmen, die persönliche Daten von EU-Bürgern speichern oder verarbeiten, die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) einhalten. Unternehmen müssen vor allem drei Faktoren berücksichtigen, wenn sie rechtzeitig compliant sein wollen:

  • Durch Lückenanalyse sollten sie ihre aktuellen Fähigkeiten umfassend untersuchen und diese mit den neuen Compliance-Anforderungen vergleichen. Damit erkennen sie schnell vorhandene Lücken.
  • Es gibt keine „Einheitslösung für alle Fälle“. Compliance ist häufig ein Prozess und umfasst verschiedene Komponenten, wobei Technologie, Richtlinien und organisatorische Punkte zu berücksichtigen sind.
  • Unternehmen sollten Sicherheits-Lösungen wählen, die eine Erkennung von Gefahren, Datenschutz und schnelle Reaktionen bei Vorfällen ermöglichen.

Unternehmen benötigen hier tiefgehendes Wissen der Materie, verbunden mit technischen Kontrollmöglichkeiten, mit denen sie nachweisen können, dass sie die Gesetze einhalten. Anbieter von Managed-Security-Services, die bereits Systeme aufgebaut haben und ihren Kunden helfen können, die DSGVO einzuhalten sind daher gute Berater, um Ressourcen und Expertise in Unternehmen abzufangen.

Sicherheit überprüfen

Die sich heute ständig verändernde Bedrohungslandschaft erfordert, die Security-Maßnahmen permanent zu überprüfen. Durch einen mehrschichtigen Sicherheitsansatz, unter anderem mit Firewalls und Verschlüsselung, können nur berechtigte Personen auf wichtige Daten zugreifen. Unerlässlich ist auch die Schulung der Mitarbeiter zu grundlegenden Maßnahmen für den Schutz der Unternehmensdaten – wie die Geheimhaltung der Zugangsdaten oder das Ignorieren verdächtiger Mails und Links.

IT-Kompetenzen fordern und fördern

Um auf die digitalen Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können, müssen Unternehmen Innovationen vorantreiben. Daher sollten sie prüfen, ob ihre internen IT-Kompetenzen dafür ausreichen und wie sie an das nötige Fachwissen gelangen. Dies umfasst nicht nur strategisches und operatives Know-how im Bereich Business-Technologie, Governance oder Sicherheit, sondern auch das Beherrschen neuerer Technologien wie DevOps. Gefordert wird auch zunehmend, planerische und unternehmerische Kompetenzen einzubringen, da die IT-Abteilung heute eng mit dem Unternehmenserfolg verbunden ist.

Die Zukunft vorbereiten

Bei der Digitalisierungsstrategie eines Unternehmens sollte die Neuausrichtung der IT-Infrastruktur an erster Stelle stehen. Dabei gilt es – bei Bedarf mit unabhängigen, externen Beratern – neue Wege zu finden und zu definieren, wie die IT-Umgebung im Unternehmen für die Zukunft aufgestellt sein soll. Dazu gehört auch ein gutes Zusammenspiel in Multi-Clouds oder Hybrid Clouds, um den optimalen Nutzen daraus zu ziehen. Oberste Priorität sollte aber immer haben, auf die individuellen Anforderungen des Unternehmens einzugehen und die IT-Infrastruktur so zu gestalten, dass sie jederzeit an neue sich künftig ändernde Prozesse und Anforderungen angepasst werden kann.

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