Eine Landschaft wächst und gedeiht für jeden sichtbar – bei IT-Landschaften ist das anders. Hier liegen die Details im Verborgenen, Fehler sind nur schwer aufzudecken. Und doch: Beide Bereiche haben mehr gemeinsam als es auf den ersten Blick scheint.    

  • Zum Beispiel sind frei stehende Bäume anfälliger gegen Sturm. Im IT-Bereich können einzelne, dedizierte Server von zu vielen Anfragen überlastet werden.
  • Feuer oder Überflutungen richten selbst bei dichten Wäldern katastrophale Schäden an. Auch Rechenzentren können durch Stromausfall, Feuer oder Überschwemmungen ausfallen.
  • Schädlinge lauern überall: vom Borkenkäfer im Wald bis zu Schnecken im Garten. In der IT sind ebenso Sicherheits- und Abwehrmaßnahmen gegen Angriffe von außen und innen einzurichten.
  • Fehlende Pflege führt im Wald zu Wildverbiss, im Garten zu wucherndem Unkraut. IT-Systeme sind auch zu warten – mit Updates, Zugriffskontrollen und Vermeidung von unkontrollierter Schatten-IT.
  • Selbst die beste Pflege bringt nichts, wenn der Untergrund für den Rasen zu steinig ist. So muss die Infrastruktur-Basis für die IT ausreichend dimensioniert und stabil sein sowie sich skalieren lassen.

Die Ausgangssituation

Die klassische IT kann diese grundlegenden Anforderungen recht gut erfüllen – ähnlich einem gepflegten Garten. Die Systeme sind zwar heute in der Regel virtualisiert, werden aber manuell von einer klassisch organisierten Betriebsmannschaft eingerichtet und gewartet. Dadurch wird die Struktur nur langsam und schrittweise verändert. Dies kann jedoch die heutigen dynamischen Anforderungen durch sich schnell verändernde Geschäftsprozesse immer schwerer bewältigen. Die Geschwindigkeitsänderungen des Geschäfts und der IT passen nicht mehr und laufen auseinander. Zudem entstehen dadurch hohe Investitionskosten und ein Rund-um-die-Uhr-Support lässt sich nur aufwändig gewährleisten.

Der Schritt zur Public Cloud

Entsprechend migrieren immer mehr Unternehmen klassische IT-Systeme in die Public Cloud. Einen zentralen Vorteil bietet sie durch die automatisch skalierbare, dynamische Ressourcenanpassung, sofern von der Anwendung unterstützt. Damit lassen sich Spitzenzeiten flexibel und ohne Investitionskosten bewältigen. Infrastructure as a Service (IaaS) erlaubt auch die jederzeitige Änderung der Strukturen, um neue Anforderungen zu erfüllen – oder veraltete Strukturen abzulösen. Dabei sind die Betriebskosten abhängig von der Nutzung, so dass Unternehmen nur für tatsächlich verwendete Kapazitäten und Ressourcen bezahlen. Ein „Managed-Service-Modell“ erweitert diese Idee noch und ermöglicht die Kostenskalierung mit der Nutzungsintensität.

Moderne Anwendungsarchitekturen

Heute reicht jedoch selbst die Flexibilität der Public Cloud für immer mehr Bereiche nicht aus. Statt ganzer Systeme sollten die einzelnen IT-Komponenten und -Funktionen unabhängig voneinander laufen, redundant abgesichert werden und skalierbar sein – ähnlich wie bei Microservice-Architekturen von Anwendungen. Dazu dient Platform as a Service (PaaS). Über Orchestrierungsdienste lassen sich Webanwendungen und -Dienste einzeln bereitstellen, unabhängig von der Entwicklungs- oder Server-Plattform. Sie übernehmen dabei automatisch die Skalierung, Lastverteilung und Statusüberwachung.

 Fazit

Doch IT-Teams sollten nicht blind auf den Modernisierungszug aufspringen. In der Regel ist ein gut durchdachter Mix aus klassischen IT-Systemen, Public Cloud und modernen Anwendungsarchitekturen nötig, um verschiedene Anforderungen optimal zu erfüllen – von statischen Archivierungssystemen bis zu hochdynamischen Online-Shops. Auch eine schöne Gartenlandschaft besteht sowohl aus langsam wachsenden Bäumen als auch Sträuchern, Blumen und Gras. Rackspace entwickelt mit seinen Professional Services für jeden Kunden eine individuelle Lösung und unterstützt so dabei, die komplexe Technologie-Landschaft heute überschaubar zu machen und für jedes Unternehmen passgenau und zukunftssicher zu gestalten. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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