Da Unternehmen zunehmend auf neue Technologien angewiesen sind, ist es wichtiger denn je, dass Führungskräfte über ein tieferes Verständnis für diese Technologien verfügen, um ihr Unternehmen weiter voranzubringen.

Doch wenn es in Technologiediskussionen um Themen wie “Containerisierung” und “Orchestrierung” geht, verlieren sich viele in der Terminologie, ohne die Bedeutung ausreichend verstanden zu haben. Kubernetes zählt auch zu diesen Schlagworten.

Was ist Kubernetes?

Kurz und knapp: Kubernetes ist ein System zur Bereitstellung von Anwendungen, das Arbeitsaufwand und Zeit spart. Dadurch können IT-Infrastrukturen effizienter genutzt und Aufgaben verschlankt werden. Durch Automatisierung wird die Verwaltung von Anwendungen erleichtert, sodass man diese einfacher zwischen verschiedenen Clouds und interner Infrastruktur verschieben kann.

Kubernetes ist für die IT, was ein Kommissionier-Roboter für ein Lagerhaus ist.

Bei Kubernetes dreht sich alles um die Automatisierung des Container-Managements. Wenn Sie wissen wollen, wie es funktioniert, müssen Sie zunächst ein wenig über Virtualisierung und Containerisierung wissen. Mit herkömmlicher Virtualisierung können Sie Ihre physischen Server in mehrere VMs (virtuelle Maschinen) aufteilen, so dass die Hardware gemeinsam genutzt und effizienter eingesetzt werden kann. Das ist das, was die meisten Rechenzentren in Unternehmen nach wie vor auszeichnet. (Hier erfahren Sie mehr über Virtualisierung.)

Die Containertechnologie bietet eine noch effizientere Möglichkeit, Hardware zu virtualisieren als herkömmliche VMs. Container ermöglichen es, Codeteile in kleinere, leicht transportierbare Teile zu zerlegen. Das Problem ist, dass größere Anwendungen typischerweise über mehrere Container verteilt laufen müssen, zum Beispiel indem Sie Ihre Datenbank in einem Container, das Web-Frontend in einem anderen und einen Caching-Server in einem dritten Container laufen lassen.

Dieser Ansatz kann schnell außer Kontrolle geraten, wenn Sie in einem Unternehmen mit vielen verschiedenen Anwendungen arbeiten. Denn dann haben Sie weit mehr Container, als ein Team überwachen und verwalten kann.

Um hier wieder auf unser Beispiel zurückzugreifen: Stellen Sie sich ein riesiges Lagerhaus vor. Alle Ihre Waren werden sauber in Kartons verpackt und voneinander isoliert. Aber wenn Sie mit einer großen Anzahl an Produkten arbeiten, ist es für wenige Mitarbeiter praktisch unmöglich, die richtigen Pakete effizient zu ermitteln und sie manuell zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort zu bringen.

Wenn Sie also ein Container-Tool im großen Maßstab einsetzen wollen, brauchen Sie eine Orchestrierungslösung, um alle Container automatisch zu verfolgen, zu terminieren und zu verwalten. Und Kubernetes macht genau das. Es leistet für containerisierte IT-Umgebungen das, was autonome mobile Roboter für moderne Lagerhäuser tun.

Fazit: Kubernetes ermöglicht eine einfache und ressourcenschonende Verwaltung einer Vielzahl von Containern, die wiederum verschiedenste Anwendungen beinhalten.


Wie hilft Kubernetes mir und meinen Kunden?

Multi-Cloud-Flexibilität

Unternehmen betreiben bereits heute Multi-Cloud-Umgebungen und werden dies auch in Zukunft fortsetzen. Einer der größten Vorteile von Kubernetes und Containern ist, dass es Ihnen hilft, das Potenzial der Hybrid- und Multi-Cloud voll auszuschöpfen. Es vereinfacht die Steuerung von Anwendungen, egal ob Public-Cloud-Services oder in der Kombination von Private und Public Cloud. Auf diese Weise lassen sich die richtigen Workloads in die richtige Cloud verlagern und die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter vermeiden. Die Entwicklung einer optimalen Lösung, die Nutzung der richtigen Funktionen und die Migration zum passenden Zeitpunkt helfen Ihnen dabei, den (kurz- und langfristigen) ROI Ihrer IT-Investitionen zu erhöhen.

Geringere Kosten

Kubernetes kann Ihrem Unternehmen helfen, die Infrastrukturkosten zu senken, vor allem bei großen Installationen. Die Lösung ermöglicht eine containerbasierte Architektur für viele umfangreiche Unternehmensanwendungen. Das bedeutet, dass Sie Anwendungen mit Hilfe von minimalen Ressourcen zusammenstellen können, um das Beste aus Ihren Cloud- und Hardware-Investitionen herauszuholen. Gleichzeitig können Anwendungen, die erweitert werden müssen, auf Pods verteilt werden, um optimal zu skalieren.

Verbesserte Effizienz der IT- und Entwicklerteams

Kubernetes ermöglicht es IT-Teams, große Anwendungen über viele Container hinweg effizienter zu verwalten, indem es viele der wesentlichen Details des Managements von Container-basierten Applikationen übernimmt. Beispielsweise steuert Kubernetes über seine API-Schnittstelle die Service-Ermittlung, hilft Containern miteinander zu kommunizieren und organisiert den Zugriff auf Speicher von verschiedenen Anbietern, wie AWS und Microsoft Azure.

Außerdem bietet Kubernetes viele Abstraktionen und APIs, die einen “Microservices”-Ansatz für die Erstellung von Applikationen und die Organisation von Entwicklungsteams ermöglichen. Damit lassen sich kleinere, agilere und hochspezialisierte Teams bilden, da sich jedes Team auf einen einzigen, kleinen Microservice konzentrieren kann. APIs zwischen diesen minimieren den Aufwand an teamübergreifender Kommunikation, die zur Entwicklung und Umsetzung erforderlich ist. So können Sie letztlich mehrere kleine Teams mit Spezialisten zusammenstellen, die jeweils eine Vielzahl von Maschinen betreuen.


Erste Schritte mit Kubernetes gehen

Kubernetes vereinfacht die Verwaltung von Containern. Das führt zur Reduzierung der Kosten und zur Steigerung des Mehrwerts für den Kunden. Das Management von Kubernetes an sich stellt Unternehmen jedoch vor einige Herausforderungen. Als Open-Source-Technologie gibt es keine offizielle Supportstruktur. Deshalb benötigen Sie sowohl interne Mitarbeiter als auch Partner, die verstehen, wie die Abstraktionsebenen funktionieren, und mit den sich ständig weiterentwickelnden Kubernetes-Tools Schritt halten können.

Um zur Lagerhaus-Analogie zurückzukehren: Eine Armee von Lagerrobotern zu haben, ist schön und gut. Aber dann ist es umso wichtiger, über die richtigen Experten für ihre Programmierung und Verwaltung zu verfügen.

Wenn Sie also Möglichkeiten zur Reduzierung der Komplexität und der Kosten im Zusammenhang mit der Verwaltung Ihrer Infrastruktur in Betracht ziehen, ist Kubernetes eine Überlegung wert. Und wenn Sie eine agile und flexible Möglichkeit benötigen, um Ihre Investitionen zu strukturieren, sollten Sie auch Kubernetes-as-a-Service in Betracht ziehen. Unsere Rackspace Experten bieten ein fortlaufendes Betriebsmanagement und den benötigten Support für den gesamten Technologie-Stack – von der Hardware über Infrastructure-as-a-Service bis hin zu Kubernetes selbst. Darüber hinaus verwalten und unterstützen wir die Container und das Management der Microservices über Monitoring, Logging, Analytics und mehr.

Wir beraten Sie gern beim passgenauen Einsatz von intelligenten Lösungen.

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As Chief Marketing Officer, Mark Bunting leads the global marketing practice for Rackspace, including global marketing strategy and all aspects of the marketing organization including communications, brand, advertising, creative, digital, field and channel marketing. Mark’s leadership objective is to ensure all customers of Rackspace understand the full breadth of what the company provides as an unbiased, trusted advisor in today’s multi-cloud world. Mark will manage and accelerate the transformation of the Rackspace brand. Mark brings more than 25 years of experience as a technologist, author, TV personality and influencer to Rackspace. He has served as interim CEO and CMO at various technology companies where his experiences ranged from driving traditional marketing strategy and deployment, to sales and marketing organizational restructure, to agency and personnel selection and team building. Mark has also held acting C-suite roles at Apollo Education and McAfee, and currently serves as a mentor to numerous technology start-ups at the Texas-based accelerator Capital Factory. In addition to his experience in the C-suite, Mark is a recognized TV personality on the topic of demystifying technology and has appeared on programs for The Discovery Channel, CNBC, The Learning Channel, Fox and his own series, “Bunting’s Window,” which ran for 23 years on 11 airlines globally. A serial entrepreneur, he has also founded numerous digital and media brands, including SkyTV, which was sold to Ziff-Davis. Mark is a graduate of the University of Texas at Austin, where he is currently a lecturer at the Stan Richards School of Advertising and Public Relations. He is based in the company’s San Antonio and Austin, TX offices. You can find him on LinkedIn and Twitter.

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